Ausbildung zum Schilder- und Lichtreklamehersteller

Quellenangabe: Die hier genannten Informationen (und Textpassagen) zu diesem abwechslungsreichen und vielseitigen Handwerksberuf finden sich u.a. auf den Internetseiten der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland, des Zentralverbands Werbetechnik.

Berufsprofil

Gruppe "Schrifttum": Unsere ehemalige Auszubildende mit Gesellenstück und Ausbilder bei der Lossprechung.

Der Beruf des Schilder- und Lichtreklameherstellers ist ein vielseitiger und interessanter Handwerksberuf. Sein Spektrum reicht von traditionellen Arbeitsweisen und Techniken bis hin zu modernsten Maschinen und Materialien. Künstlerisch kreative Gestaltungen sind ebenso an der Tagesordnung, wie das Montieren von Werbeanlagen in luftigen Höhen.

Die Ausbildung ist in der Ausbildungsordnung geregelt. Sie gliedert sich nach einem grundqualifizierenden Ausbildungsteil in die Schwerpunkte

  • Technik, Montage, Werbeelektrik/-Elektronik
  • Grafik, Druck, Applikation

Die für die Berufsfähigkeit notwendigen Grundlagen werden innerhalb der ersten 30 Monate der Ausbildung vermittelt. Im letzten halben Jahr werden im Betrieb die Ausbildungsinhalte in den Schwerpunkten intensiviert.

Die Ausbildung findet sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb statt und wird durch überbetriebliche Unterweisungen unterstützt.

Die berufsprofilgebenden Inhalte der Ausbildungsordnung sind:

  • Applizieren mit und auf unterschiedlichen Werkstoffen
  • Herstellen von Beschriftungen und bildlichen Darstellungen
  • Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen
  • Bedienen von Arbeitsmitteln und Geräten
  • Anwenden von Drucktechniken
  • Installieren von Werbeelektrik und Werbeelektronik
  • Herstellen von Kommunikations- und Werbeanlagen, Leitsystemen, Messe- und Ausstellungsständen
  • Befestigen und Verbinden von Kommunikations- und Werbeanlagen
  • Warten, Reparieren und Demontieren von Kommunikations- und Werbeanlagen
  • Entwerfen, Gestalten und Präsentieren von Kommunikations- und Werbekonzepten
  • Beraten von Kunden
  • Einrichten und Räumen von Arbeitsstätten

Ausbildungsdauer

36 Monate

Voraussetzungen

Die optimalen, persönlichen Voraussetzungen für die Ausbildung sind:

  • Gute Farbsichtigkeit: d. h. Farben und Farbnuancen erkennen zu können, Farben harmonisch zusammen stellen, Kontraste bewusst wirkungsvoll einsetzen zu können
  • Formverständnis: d. h. Formen verstehen und als Gestaltungselemente gezielt einsetzen können
  • Räumliches Vorstellungsvermögen: Perspektive verstehen, Räume als Ganzes in der Vorstellung füllen können, ein Gespür für Gegenstände und ihre Wirkung, Dimension im Raum zu haben
  • Kreativität: d. h. Ideen haben, Querdenken können, ungewöhnliche Lösungen sehen oder sich erarbeiten zu können
  • Technisches Verständnis: Begreifen, aus welchen Teilen und Komponenten sich Dinge zusammensetzen, wie sie zusammenspielen und wie daraus Funktion entsteht, physikalische Gesetzmäßigkeiten verstehen und praktisch anwenden zu können
  • Handwerkliches Geschick: Händische Geschick im Bauen, Basteln, Reparieren, Einrichten, Montieren haben
  • Schwindelfreiheit: notwendig, um sich auf Baustellen und in Höhe sicher bewegen zu können
  • Gute Kenntnisse in Rechtschreibung und Mathematik: Werbetechniker müssen Zahlen und Schrift verstehen, weil sie täglich damit umgehen und Manuskripte, Emails usw. prüfen und schreiben müssen. Sie müssen verschiedene Berechnungen im technischen und kaufmännischen Zusammenhängen ausführen und sollten die z. B. die Grundrechenarten, Prozentrechnen, Dreisatz und Bruchrechnen sowie Flächen- und Volumenberechnungen beherrschen. Sie müssen Recheneinheiten in andere Recheneinheiten umrechnen und Preise mit und ohne Mehrwertsteuer ausweisen können.

Prüfungen:

Beendet wird die Ausbildung mit der gestreckten Gesellenprüfung. Sie gliedert sich in zwei zeitlich auseinanderfallende Teile. Der Teil 1 findet vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und wird mit 20 Prozent gewichtet. Teil 2 bildet den Abschluss der Gesellenprüfung und fließt mit 80 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

Karrieremöglichkeiten

  • Gestaltungstechnische Assistenten können diese Ausbildung nutzen, um sich weiter und besser für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren
  • Ablegen der Meisterprüfung
  • Erwerben einer Ausbildungsberechtigung
  • Absolvieren von Fort- und Weiterbildungen für die weitere Spezialisierung in Teilgebieten der Werbetechnik: Fachkräfte sind rar und spezialisierte Fachkräfte sind besonders begehrt!
  • Die Ausbildung ist eine hervorragende Praxisgrundlage für Bewerber, die nach einer praktischen Ausbildung noch ein Hochschul- oder Fachstudium in angrenzenden oder übergeordneten Bereichen anstreben, z. B. im Marketing, Produktdesign, Grafik-Design oder in der Mediengestaltung

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