Kleines ABC zum Thema industrielle Teilereinigung und Reinigungsverfahren

GLA-WEL Reinigungsanlage Einschubvorrichtung

Beschickungsanlage
Beschickung meint nichts anderes, als die Zuführung von Material in die Reinigungsanlage. Das Material, bei der Reinigung also das Waschgut, die zu reinigenden Teile, muss dann nach der Reinigung wieder aus der Maschine abgeführt werden. Meist passiert die Beschickung der Reinigungsmaschine mit Körben. Diese werden befüllt und über Förderbänder manuell, meist jedoch automatisiert, befördert. Je nach Reinigungsaufgabe wird im Vorfeld der Materialfluss festgelegt und ermittelt, welches Fassungsvermögen, welche Maße und welches Durchsatzvermögen (Anzahl Körbe pro Stunde) benötigt wird. GLA-WEL ist spezialisiert auf die Fertigung von Beschickungs- und Förderanlagen.
    
Beladesystem
Vgl. Beschickungsanlage
    
CO2-Kühlung
Kohlendioxid wird im festen Zustand sehr häufig zur Kühlung benutzt. GLA-WEL hat z. B. ein Reinigungsverfahren mit CO2 entwickelt, mit dem Bauteile und Werkzeug während eines Zerspanungsvorganges direkt am Ort der Reinigung gekühlt werden können, ohne dass Kühlemulsionen und Schmieremulsionen zugesetzt werden müssen. Eine solche Art der Kühlung trägt z. B. dazu bei, dass Kühlmittel nicht entsorgt werden müssen und Schmiermittel ganz entfallen können.
    
CO2-Schneestrahlen
Die Reinigungswirkung dieses Verfahrens ist der beim Trockeneisstrahlen ähnlich. Beim Schneestrahlen wird jedoch als Strahlmittel CO2-„Schnee“ verwendet, der durch Expansion aus dem flüssigen Zustand direkt in der Pistole hergestellt wird (oder alternativ einen Trockeneisblock, von dem Trockeneis abgeschabt wird). Das flüssige CO2 wird dabei kontinuierlich und mit gleichbleibendem Druck zugeführt. Trifft das feste Kohlendioxid (Trockeneis) auf eine Oberfläche, geht es unmittelbar in den Gaszustand über und erzielt dadurch mechanische und thermische Reinigungswirkung. Allgemein kann man sagen, dass dieses Verfahren weniger abrasiv ist als das Trockeneisstrahlen. Schneestrahlen kommt meist für sehr feine, empfindliche Bauteile oder in Reinräumen zum Einsatz.
    
Dampfentfettung
Die Dampfentfettung ist ein technisches Verfahren, bei dem Bauteile in einer Entfettungskammer von Fettrückständen befreit werden. Als Fettlöser dienen organische Lösungsmittel im dampfförmigen Zustand. Während man in der Vergangenheit meist fluorierte Lösungsmittel und Trichlorethen (auch als Trichlorethylen oder „Tri“ bezeichnet) verwendete, wird heute immer häufiger darauf verzichtet. Die Ozonschicht schädigenden fluorierten Mittel dürfen heute nicht mehr eingesetzt werden. Stattdessen kommen Lösungsmittel wie Tetrachlorethen (auch Perchlorethylen oder „Per“ genannt) und Lösungsmittel auf Basis höher siedender Kohlenwasserstoffe zur Anwendung. Das Reinigungsprinzip beruht auf der Eigenschaft, dass die Lösungsmittel in Dampfform in die Reinigungskammer geleitet werden und am kühleren Bauteil kondensieren; diese so mit einem Lösungsmittelfilm überziehen, welcher dann nach unten hin abläuft und die gelösten Fette mit sich trägt.
    
Fettlöser
Typische Fettlöser (im Zusammenhang mit industrieller Teilereinigung) sind organische Lösungsmittel wie Trichlorethen (Tri), Tetrachlorethen (Per), Kohlenwasserstoffgemische mit F. P. > 60 °C und modifizierte Alkohole mit F. P. > 60°C
    
Gesundheit
Im Umgang mit Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln usw. sind die gesetzlich geregelten und meist strengen Sicherheitsvorschriften (Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Gefahrstoffverordnung, Betriebssicherheitsverordnung, Gesetzte) einzuhalten und Risiken kontinuierlich zu prüfen. Zum Beispiel: Trockeneis ruft starke Verbrennungen auf der Haut hervor. Deshalb müssen beim Umgang mit Trockeneis stets Handschuhe und Schutzbrille getragen werden.
    
Industrielle Teilereinigung
Überall in der Industrie (Medizin, Labortechnik, Metallindustrie, um nur einige Branchen zu nennen) müssen Bauteile und Werkstücke von Spänen, Schmutz, Fetten, Stäuben, Keimen usw. gereinigt werden – schon innerhalb der Fertigungskette oder nach Fertigstellung. Kosten entstehen durch Materialaufwände, Werkzeugstandzeiten, Werkzeugwechselzeiten, Entsorgung, durch die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen usw. Demzufolge ist der Aspekt der Wirtschaftlichkeit eines Reinigungsverfahrens für jeden Betrieb sehr hoch einzuschätzen. Hinzu kommen Nachhaltigkeits- und Umweltverträglichkeitsfaktoren, die jeder Unternehmer bei der Teilereinigung zu beachten hat.
Die Geometrien und Werkstoffe der Bauteile variieren unendlich, die Anforderungen an die Reinigung sind oft sehr individuell – insofern ist es sehr wichtig im Vorfeld zu prüfen, welches Reinigungsverfahren nach Abwägung aller Faktoren letztendlich das Richtige für die jeweilige Reinigungsaufgabe ist.
    
Reinigungsanlagen
GLA-WEL bietet Reinigungsanlagen an, die auf Basis anchor_reinigungsverfahren_mit_co2 und Lösungsmitteln arbeiten. Industrielle Reinigungsanlagen können verhältnismäßig klein (z. B. Reinigung von Schmuck oder medizinischen Implantaten) oder aber sehr groß sein (Reinigung von ganzen Metallbaugruppen) – immer abhängig davon, welche Aufgaben, Leistung, technische Anforderung sie erfüllen müssen.
    
Reinigungsverfahren mit Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Kohlendioxid ist ein in der Natur vorkommenes Treibhausgas und ein natürlicher Bestandteil der Luft. Im Allgemeinen wird CO2 mit zunehmender Luftverschmutzung und dem so genannten Treibhauseffekt in Verbindung gebracht. Technisch verfügbares Kohlendioxid entsteht z.B. als Abfallprodukt bei der Ammoniakherstellung. Im flüssigen Zustand wird CO2 als Extraktions- und Lösungsmittel eingesetzt. Als Feststoff wird Kohlendioxid als Kühlmittel und für Reinigungsprozesse (Trockeneisstrahlen, Schneestrahlverfahren) eingesetzt.
    
Spritzreinigung
Die Spritzreinigung wird bei großen und flächigen Werkstücken eingesetzt. Meist werden dabei wässrige Reiniger benutzt, die die Verschmutzung teils lösen oder emulgieren, teils werden die Verschmutzungen durch die kinetische Energie des Wasserstrahls abgetragen. Das Waschgut (und / oder die Düsen, über die der Reiniger zugesetzt wird) wird (werden) dabei zusätzlich bewegt.
    
Strahlreinigung
Mechanische Verfahren, die dann eingesetzt werden, wenn zusätzlich zur Sauberkeit der Oberfläche Eigenschaften wie Gratfreiheit, Glättung, Aufrauhung oder Mattierung gewünscht sind. Beispiele für Strahlverfahren sind z. B.: Druckluftstrahlen, Wasserstrahlen, Trockeneisstrahlen.
    
Tauchbadreinigung
Teile mit komplizierter oder komplexer Beschaffenheit werden vollständig in die Reinigungsflüssigkeit eingetaucht und im Reinigungsbad bewegt, damit das Reinigungsmedium die Teile vollständig benetzt und die chemische Wirkung des zugesetzten Reinigers den Schmutz abträgt.
    
Trockeneis
Trockeneis ist gepresstes CO2 in fester Form. Zur industriellen Teilereinigung werden Trockeneis-Pellets (Granulat) verwendet werden. Die Pellets sind meist reiskorngroß und sehr kalt, ca. -79º Grad. Trockeneis ist ein weißer, geruchsloser Stoff, der eisähnlich aussieht. Den meisten Menschen ist Trockeneis aus der Diskothek als Bodennebel bekannt, welcher mit Nebelmaschinen erzeugt wird.
    
Trockeneisstrahlen/CO2-Strahltechnik
Das Trockeneisstrahlen bezeichnet ein Reinigungsverfahren, bei dem als Reinigungsmittel Trockeneis-Pellets (Granulat) verwendet werden. Wenn sie mit hohem Druck und sehr schnell, also per Druckluft beschleunigt, auf eine Verschmutzung treffen, wird diese extrem schnell abgekühlt und durch diesen thermischen Schock aufgebrochen. Die kinetische Energie, die dabei entsteht, sprengt die Verschmutzung von der Oberfläche ab, schont jedoch die Oberfläche selbst, weil das Verfahren relativ wenig abrasiv ist. Diese Methode wird eingesetzt, um z. B. Werkzeuge, Formen oder Anlagen von Fett und Verklebungen zu reinigen. Beim genannten Reinigungsverfahren gehen die Pellets ohne zu schmelzen direkt in den gasförmigen Zustand über. Es bleiben also keine Rückstände vom Strahlmittel übrig, die man entsorgen müsste.
    
Trocknen
Die gereinigten Teile werden mit den verschiedensten Methoden getrocknet, z. B. durch Abblasen, Trocknung durch Eigenwärme, Vakuumtrocknung, Heißlufttrocknung, Niedertemperaturtrocknung.
    
Ultraschallreinigung
Das Prinzip ist recht einfach: In einem Bad (Wanne) wird die Badflüssigkeit mit Frequenzen oberhalb von 20 kHz beschallt (Ultraschallbereich) und dadurch in Bewegung gesetzt. Es entstehen Schwingungen und Turbulenzen. Durch die Schwingungen werden zwischen den Flüssigkeitsmolekülen winzige Hohlräume ständig aufgebaut und zerstört. Diese Hohlräume implodieren nach einigen Zyklen (Kavitation) und „sprengen“ den Schmutz vom Waschgut regelrecht ab.
    
Umweltschutz
Forschung und Entwicklung konzentrieren sich zunehmend darauf, umweltverträgliche Reinigungsverfahren zu entwickeln bzw. bestehende Verfahren hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit zu verbessern.
    

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Kontakt

Stefan Bönsch

Technik, Wartung & Service

Tel.: 0 54 22/94 39 0-466

E-Mail: s.boensch[at]gla-wel [dot] de